DIGITAL RADIO: Was denn nun eigentlich? Sachsen will mehr Vielfalt - aber bitte bloß nicht jetzt!?!
Vielleicht erklärt mir das mal jemand?
Sachsen sprintet dem digitalen Radio entgegen und gefällt sich in der Vorreiterrolle. Immer wieder wird kommuniziert - zum Beispiel heute in der SZ - dass damit ja vor allem mehr Sender und somit eine größere Vielfalt möglich wäre.
Aber: Gleichzeitig werden freie Frequenzen nicht neu ausgeschrieben. Weder Motor.FM noch Sputnik sollen z.B. die ehemaligen BBC Frequenzen nutzen dürfen..
Hierzu konnte man unter anderem auf dem RADIOEINS Portal lesen
Nach dem Bekanntwerden des Rückzugs von BBC und RFI artikulierten Hörer der MDR-Jugendwelle Sputnik ihrerseits die Hoffnung, ihr Programm könnte künftig auch in Sachsen ausgestrahlt werden. Zu diesem Thema berichtete zuletzt der Evangelische Pressedienst im Frühjahr 2005 über eine Stellungnahme der sächsischen Staatskanzlei, man sei hierzu „gesprächsbereit“. Kurz darauf griff die SLM den MDR in scharfer Form an und bezeichnete in einer Pressemitteilung Bestrebungen, Sputnik in Sachsen auf UKW zu verbreiten, als „Ohrfeige gegen private Hörfunkveranstalter“.
So, und nun kommen wir wieder zur Aussage der SLM, sie sei in keinster Weise verantwortlich.
Die privaten Anbieter möchte ich einmal damit trösten, dass sie ja keine Hörer verlieren würden!!! Ich gehe eher davon aus, dass alle potentiellen SPUTNIK Hörer derzeit GAR KEIN Radio hören...
Und warum dann nicht MOTOR.FM? Ist ja schließlich auch ein privater Sender.
Also, ich komme nicht mit: Sachsen will mehr Vielfalt, aber bitte erst in 5 Jahren, obwohl es bereits jetzt ginge?
Wo steht die Antwort, die mir das plausibel erklärt?
