Internetradio in Küche, Bad und auf dem Balkon - das Albrecht DR 315
UKW riecht nicht, schmeckt nicht und ist nach allen bisherigen Erkenntnissen auch nicht umwelt- oder gesundheitsschädlich. Über Ultrakurzwellen werden nahezu 100% der deutschen Bevölkerung erreicht, auch in Sachsen. Dennoch will die Staatsregierung bis Ende 2014 alle UKW-Frequenzen im Freistaat abschalten und durch Digitalradio ersetzen. [..]" Horst Müller
Das Thema haben wir ja mittlerweile oft angesprochen, aber so richtig weiß halt immer noch keiner, wie es weitergeht und vor allem weiß niemand, welches Gerät er sich heute kaufen muss, um in 5 Jahren damit noch Radio hören zu können.
Eine gute Wahl dürfte das Albrecht DR 315 sein, welches uns der Anbieter freundlicherweise zum Testen angeboten hat. Dieser Mulitplayer sieht nicht nur besser als all die komischen CD-Radios im Möchtegern-Future-Design, die es derzeit in einschlägigen Bau-, Elektro, und Mischwarenmärkten zu kaufen gibt, es kann auch mehr. Aber ein Radio muss ja nicht gut aussehen und viele Funktionen haben sondern vor allem gut klingen und aufgrun der aktuellen Lage auch in 5-10 Jahren zu etwas nütze sein.
In meinem ehemaligen Kinderzimmer steht immer noch eines, welches gute 20 Jahre auf dem Buckel hat.....
Das Albrecht DR 315 empfängt UKW, DAB, DAB+ und Internetradio via LAN und W-LAN. Und zumindest letzteres dürfte wohl noch eine ganze Weile Bestand haben als Empfangsweg.
Ist das kompliziert? Nun, sagen wir so: Für jeden, der auch seinen Laptop ans W-Lan anschließen kann oder die Menüführung seines Handys in 10 Minuten kapiert, für den ist das eher ein Kinderspiel. Die Menüführung ist englisch aber selbsterklärend, außerdem liegt eine ordentliche Bedienungsanleitung bei. Etwas ärgerlich ist es, dass zwar 15.000 Internetradios voreingestellt sind, die auch ordentlich nach Genre und Herkunftsland sortiert sind, dass man aber neue Sender etwas umständlich über die Website des Anbieters einpflegen muss, wobei man diesen Medienbruch ja auch nicht allzu oft in Anspruch nehmen wird, denke ich. Persönlich habe ich diese Funktion deswegen nicht getestet, da es sich nur um ein Leihgerät handelt, aber wie gesagt: sieht aber nicht weiter wild aus.
DAB+ wird ja noch nicht benutzt und via DAB kommen nur Deutschlandradio, Deutschlandfunk (die kriege ich auch via UKW rein) und MDR Klassik (und dafür kaufe ich selbst mir kein Gerät - mein Onkel schon).
Aber am Ende wird sich ja demnächst doch einiges tun auf DAB+ - ich selbst gehe jedenfalls davon aus, dass sich dieser STandard durchsetzen wird.
Die wirklich Überraschung aber war für mich der warme und satte Klang! Gerade bei den vielen jazzigen Trip Hop Sendern im Internet macht das richtig Spaß, aber auch die Lieblingssender Byte.Fm und FM4 laufen aktuell darüber und nicht über Laptop an Steroanlage (immer diese Kabelage)
Der Preis klingt im ersten Moment hoch (ca. 150,- - 175,- Euro in Netz) ist aber total verständlich im Hinblick auf den noch kleinen Absatz-Markt und die gute Technologie.
Sollte also unsere Forderung aus irgendwelchen Gründen keinerlei Erfolge erzielen, dann sollten vielleicht Freistaat und MDR darüber nachdenken, 20.000 solcher Geräte zum Tiefstpreis einzukaufen und ohne Aufpreis an seine Bürger bzw. Hörer weiterzugeben. Eine Abwarackprämie für UKW Radios kommt auch garantiert, allerdings sicherlich nur für Autoradios und bei EInbau in einer Fachwerkstatt, alles eine FRage der Lobby :-)
Also, meine Empehlung: Aktuell lohnt der Kauf nur für Leute, die entweder gerne MDR Klassik hören wollen oder für Internetradiouser, die noch über klapprige PC Aktivboxen hören. Aber ob solche LEute bereit sind, dafür zu investieren?
Würde ich nicht gerade mein Geld dank BISS.FM in Nervenkapseln, T-Shirts, GvL Lizenzen und andere Dinge stecken, dann würde ich es mir ehrlich überlegen - somit gebe ich aber nächste Woche an Kollegen aus Leipzig weiter.
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