Internetradio in Küche, Bad und auf dem Balkon - das Albrecht DR 315

UKW riecht nicht, schmeckt nicht und ist nach allen bisherigen Erkenntnissen auch nicht umwelt- oder gesundheitsschädlich. Über Ultrakurzwellen werden nahezu 100% der deutschen Bevölkerung erreicht, auch in Sachsen. Dennoch will die Staatsregierung bis Ende 2014 alle UKW-Frequenzen im Freistaat abschalten und durch Digitalradio ersetzen. [..]" Horst Müller Das Thema haben wir ja mittlerweile oft angesprochen, aber so richtig weiß halt immer noch keiner, wie es weitergeht und vor allem weiß niemand, welches Gerät er sich heute kaufen muss, um in 5 Jahren damit noch Radio hören zu können. Eine gute Wahl dürfte das Albrecht DR 315 sein, welches uns der Anbieter freundlicherweise zum Testen angeboten hat. Dieser Mulitplayer sieht nicht nur besser als all die komischen CD-Radios im Möchtegern-Future-Design, die es derzeit in einschlägigen Bau-, Elektro, und Mischwarenmärkten zu kaufen gibt, es kann auch mehr. Aber ein Radio muss ja nicht gut aussehen und viele Funktionen haben sondern vor allem gut klingen und aufgrun der aktuellen Lage auch in 5-10 Jahren zu etwas nütze sein. In meinem ehemaligen Kinderzimmer steht immer noch eines, welches gute 20 Jahre auf dem Buckel hat..... Das Albrecht DR 315 empfängt UKW, DAB, DAB+ und Internetradio via LAN und W-LAN. Und zumindest letzteres dürfte wohl noch eine ganze Weile Bestand haben als Empfangsweg. Ist das kompliziert? Nun, sagen wir so: Für jeden, der auch seinen Laptop ans W-Lan anschließen kann oder die Menüführung seines Handys in 10 Minuten kapiert, für den ist das eher ein Kinderspiel. Die Menüführung ist englisch aber selbsterklärend, außerdem liegt eine ordentliche Bedienungsanleitung bei. Etwas ärgerlich ist es, dass zwar 15.000 Internetradios voreingestellt sind, die auch ordentlich nach Genre und Herkunftsland sortiert sind, dass man aber neue Sender etwas umständlich über die Website des Anbieters einpflegen muss, wobei man diesen Medienbruch ja auch nicht allzu oft in Anspruch nehmen wird, denke ich. Persönlich habe ich diese Funktion deswegen nicht getestet, da es sich nur um ein Leihgerät handelt, aber wie gesagt: sieht aber nicht weiter wild aus. DAB+ wird ja noch nicht benutzt und via DAB kommen nur Deutschlandradio, Deutschlandfunk (die kriege ich auch via UKW rein) und MDR Klassik (und dafür kaufe ich selbst mir kein Gerät - mein Onkel schon). Aber am Ende wird sich ja demnächst doch einiges tun auf DAB+ - ich selbst gehe jedenfalls davon aus, dass sich dieser STandard durchsetzen wird. Die wirklich Überraschung aber war für mich der warme und satte Klang! Gerade bei den vielen jazzigen Trip Hop Sendern im Internet macht das richtig Spaß, aber auch die Lieblingssender Byte.Fm und FM4 laufen aktuell darüber und nicht über Laptop an Steroanlage (immer diese Kabelage) Der Preis klingt im ersten Moment hoch (ca. 150,- - 175,- Euro in Netz) ist aber total verständlich im Hinblick auf den noch kleinen Absatz-Markt und die gute Technologie. Sollte also unsere Forderung aus irgendwelchen Gründen keinerlei Erfolge erzielen, dann sollten vielleicht Freistaat und MDR darüber nachdenken, 20.000 solcher Geräte zum Tiefstpreis einzukaufen und ohne Aufpreis an seine Bürger bzw. Hörer weiterzugeben. Eine Abwarackprämie für UKW Radios kommt auch garantiert, allerdings sicherlich nur für Autoradios und bei EInbau in einer Fachwerkstatt, alles eine FRage der Lobby :-) Also, meine Empehlung: Aktuell lohnt der Kauf nur für Leute, die entweder gerne MDR Klassik hören wollen oder für Internetradiouser, die noch über klapprige PC Aktivboxen hören. Aber ob solche LEute bereit sind, dafür zu investieren? Würde ich nicht gerade mein Geld dank BISS.FM in Nervenkapseln, T-Shirts, GvL Lizenzen und andere Dinge stecken, dann würde ich es mir ehrlich überlegen - somit gebe ich aber nächste Woche an Kollegen aus Leipzig weiter. [caption id="attachment_497" align="alignleft" width="300" caption="ALBRECHT DR 315"]
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Skaters & Boarders against Dudelfunk

Henry Holze, Erstunterzeichner und einer der bekanntesten Snowboarder im Freistaat, fährt in dieser Saison für BISS.FM - Das Motto der Skater & Biker "I like to jump but don´t like jump" Übersetzung: "Ich liebe das Springen - aber nicht auf dem Rockenberg" [caption id="attachment_487" align="alignleft" width="524" caption="Henry Holze"]
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BISS.FM Nachgeburt

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Danke erst mal für die erfrischende Resonanz auf unsere gestrige Hau-Ruck Akion in Sachen "So kann Radio auch klingen". Gerade kommt hier 12h Sendemitschnitt rein, der auseinandergeschnippelt werden will um dann auf die eine oder andere Art und Weise zur interssanten Widerkäu zur Verfügung gestellt zu werden. Das wird meinen Pentium M ein wenig fordern, gebt ihm einen Tag. Der WG, der wir mit dem Song gestern 13:05 beim Aufräumen geholfen, und die sich nach dem Song erkundigt haben, können wir mitteilen: She Wants Revenge - Tear You Apart. Wir kucken mal, was wir sonst noch an Playlists aus den Tiefen der Logfiles kramen koennen, da, individualistisch wie wir alle sind, aber jeder seine ganz persönliche Soft- oder Hardware zum ausspielen eingesetzt hat, kann das ein bissel dauern. Aber wie gesagt, Mitschnitte bald an dieser Stelle.

RADIO ROCK REVOLUTION - Freikarten und Retro-Radio!!

Ab heute im Kino: ROCK RADIO REVOLUTION, eine Komödie, die zu unserer kleinen Inititative passt wie die Feist aufs Auge.. 1966 ging es nämlich allen Freunden "neuer Musik" (Rock ’n‘ Roll) in UK genau wie uns heute. Damals "kommt zwar der weltberühmte Rock aus England, aber selten zu den Hörern der BBC, die pro Woche nur zwei mickrige Stunden Pop über den öffentlich-rechtlichen Äther schickt. Genauso unermüdlich wie illegal legen dafür die DJs des Piratensenders Radio Rock ihre Platten auf – mitten in der Nordsee, um nicht von der Regierung abgeschaltet zu werden, und mit einer gigantischen Fangemeinde. An Bord von „Radio Rock Revolution“ sind Oscargewinner Philip Seymour Hoffman, Bill Nighy, Rhys Ifans und Nick Frost als Radiohelden auf hoher See und Kenneth Branagh als Staatsvertreter, der dem „drogenverseuchten, kulturlosen“ Treiben ein möglichst schnelles Ende bereiten will." Vorlage zum Film ist sicherlich das legendäre RADIO CAROLINE, eins als Piratensender und erster privater Sender in Großbritannien gestartet und immer noch aktiv. Seit Mitte der 1990er Jahre über eine offizielle Sendelizenz - Hartnäckigkeit wird also manchmal belohnt?!?! UNIVERSAL PICTURES hat uns das letzte einer Serie streng limitierter Retro-Radios im Branding des Films zur Verfügung gestellt und das werden wir am Samstag bei unserem (natürlich total legalen) Radioexperiment RADIOBALL verlosen. Außerdem gibt es Tickets für Vorführungen des Films in Metropolis und Schauburg zu gewinnen. Und zwar in der Zeit von 14 - 16 Uhr im Rahmen der Sendung "The Horn(b)y Boys - Fußball, Lesen, Popmusik". Gleichzeitig werden wir aber in der Show unserem Traum eines unabhängigen Radios Rechnung zollen und uns nicht verkneifen, darüber nachzudenken, ob es nicht ziemlich lustig ist, wenn ein Unterhaltungskonzern, der jede Form der Musik-Piraterie massiv bekämpft, auf der anderen Seite mit einem solchen Film Geld verdienen möchte..Bei Twitter würde jetzt stehen "# GEMA, VEVO, YOUTUBE" [caption id="attachment_458" align="alignleft" width="400" caption="RADIO ROCK REVOLUTION"]
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LIVE AUF SENDUNG - Wir senden und feiern den Radioball zum Filmball

„Beißen und gebissen werden“ heißt das Motto des diesjährigen Dresdner Filmballs, einer jedes Mal aufs Neue unvergleichlichen Feier an der Schnittstelle von Prunk und Punk, Kunst und Party. Kann eine Initiative, die sich BISS.FM nennt, die sich für besseres - sprich bissigeres - Radio einsetzt da einfach den Mund halten, wenn man auch noch vom Impressario himself persönlich dazu angespitzt wird? Wir sagen: Nö. Und darum gibt es am Samstag, den 18.04. ganz spontan und hochexklusiv den 1. BISS.FM RADIOBALL ZUM FILMBALL IM ALTEN WETTBÜRO 12 STUNDEN LIVE RADIO UND EIN RAUSCHENDES FEST Wir senden an diesem Tag von 12:00 Uhr bis 00:00 Uhr auf BISS.FM LIVE aus dem Alten Wettbüro, Dresden und haben dazu einige der vielen Radiomacher eingeladen, die bei "unserem Sender“ mitmachen wollten...Einen Sender, den wir zwar nie geplant hatten, dessen Entstehung aber gerade eine ganz eigene Dynamik entwickelt* und um den wir jetzt wohl nicht mehr herumkommen. Eingeladen sind alle Mitmacher, Unterstützer und Unterzeichner, uns an diesem Tag kennen zu lernen und mit uns gemeinsam bei einem Bierchen zu diskutieren, zu tanzen und Ideen zu spinnen, wie wir unser Hauptanliegen, die UKW Landschaft in Sachsen positiv zu verändern, vorantreiben können. Einige der Sendungen werden parallel auch auf coloradio, dem freien Radio in Dresden, via UKW zu hören sein. Das Programm des Tages findet Ihr unten. Unterzeichnerin Marion hat außerdem den Vorschlag unterbreitet, die Sender mit ihren eigenen Waffen zu schlagen und einen Guinessbuchrekord anzustreben. So hätte BB Radio zum Beispiel 420 Menschen dazu gebracht, sich gleichzeitig zu rasieren, was wohl an Dämlichkeit kaum zu überbieten ist. Oder doch? Sollten wir tatsächlich versuchen, die meisten Leute zusammen zu „trommeln“, die gleichzeitig eine Blechtrommel malträtieren und dabei das gleichnamige Buch von Günther Grass lesen, um auf unsere Initiative aufmerksam zu machen? Eure Meinungen sind willkommener als jedes Familienerbe! Schickt uns Mails, kommentiert im Blog oder bringt Zettel mit zum 1. BISS.FM RADIOBALL ZUM FILMBALL IM ALTEN WETTBÜRO Und hier das Programm: Zeit // Sendung // Redaktion // Übertragungsart 12:10 - 14:00 Uhr Frühstück mit Biss - Falschgold und Mein+1 (u + s) 14:10 - 16:00 Uhr The Horn(b)y Boys - Sebastian und FF Dabei (u + s) 16:10 - 17:00 Uhr Buffy The Vampire Slayer – Irmgard Lumpini (u + s) 17:10 - 18:00 Uhr Just another Popshow - Martin Wolf (s) 18:10 - 19:00 Uhr SPUR1 - SPUR 1 (s) 19:10 - 20:00 Uhr Heroes of Liedermaching - Böhler und Golzi (s) 20:10 - 21:00 Uhr Filmballmagazin – Irmgard Lumpini (u + s) 21:10 - 22:00 Uhr RIP - Roboters in Peace - Sebastian (s) 22:00 - 23:00 Uhr Houzznation – Houzznation (u) 22:10 - 23:00 Uhr DoubleD Town - DoubleD Town (s) 23:10 - 00:00 Uhr Buschfunk – Buschfunk (s) Jeweils zur vollen Stunde 5 – 10 Minuten BISS.FM „Spoken Twitter“ (s) = Stream auf biss.fm (u) = UKW auf 98,4 & 99,3 Ab 20:00 Uhr wird das Wettbüro zum OPEN STUDIO!! Kommt also unbedingt vorbei! Auch nach 00:00 Uhr feiern wir weiter - dann ohne Zuörer im Netz :-) Wir suchen außerdem weiter tatkräftige Helfer/innen, die Plakate kleben, Unterschriftenlisten auslegen usw. Ganz besonders an Schulen und Hochschulen können wir sicherlich noch viel mehr Leute erreichen als bisher. Bitte meldet Euch einfach kurz, wenn Ihr Lust habt, was auf die Beine zu stellen! Schön wäre es vor allem, wenn am Samstag selbst, unser "Außenreporter" unterstützt würde von Leuten, die ihn mit Unterschriftenlisten begleiten! Egal, was Ihr noch für Ideen habt: Wirklich, meldet Euch.... Vielen Dank und bis Samstag hoffentlich, Das Team von BISS.FM * Es gibt derzeit sehr konstruktive Gespräche mit Leuten aus der Musikbranche, die einen Verein gründen werden, bei dem es um die Förderung von regionaler Musikwirtschaft in Sachsen geht und die in einem sachsenweiten Internetradio eine optimale Netzwerkplattform sehen. Wir werden Euch dazu auf dem Laufenden halten.

JINGLES GESUCHT

Kein Radio ohne Jingles - früher hatte ich sogar mal diverse LPs voll solch skuriler "Audioteaser" und an wirklich guten Tagen verfolgt mich stundenlang ein kurzes "Radio Lausitz" als Ohrwurm. Wir aber haben bisher erst einen :( Nun sind wir zwar auch kein Radiosender. Jedenfalls war das nicht unsere Intention*, aber.... OK zurück zu "das bekannteste aus den 60ern und übermorgen" und dem thema "Erkennungsmelodie" Nur ein Jingle, man, das kann doch nicht alles sein bei soviel Musikern und Musikerinnen und kreativen Köpfen unter den bisherigen Unterzeichnern! Also los: Ran an Melodika, Cubase, Synthie und/oder Kontrabass und her mit Euren Jingles. Gesucht sind bissige Slogans (jaja, der war platt) und/oder 2 - ? sekündige Ohrwürmer. Ich leg mal mit Sloganbasierten Varianten vor (Melodien schreiben sich so schlecht), um zu beweisen, wie dringend wir Hilfe von außen brauchen: "Eure gute Laune am morgen geht uns am OHRsch vorbei" "Radio in Sachsen - das sind Scham-Puh und Klöspülung in einem" "BISS.FM - Abrockprämie für alle" "Ich kaufe ein I und ein Q" "BISS.FM - Radio für Leutschings wie Dir und mich seine" Ich sag ja, wir brauchen WIRKLICH DRINGEND Eure Hilfe... Zermatert Euch jetzt aber nicht den Kopf über blöde Sprüche, eigentlich wären richtige Erkennungsmelodien (find ich echt schöner als "Jingles") mit gesungenem, gesprochenem, gerapptem, gehauchtem, geschrienem, gesächseltem, gehochdeutschtem "BISS.FM" viel wichtiger Bitte alle Files (ja, alles) an info[at]biss.fm und zwar am Besten gestern. Warum? *Das steht hier in den nächsten Tagen DANKE DANKE DANKE

DIGITAL RADIO: Was denn nun eigentlich? Sachsen will mehr Vielfalt - aber bitte bloß nicht jetzt!?!

Vielleicht erklärt mir das mal jemand? Sachsen sprintet dem digitalen Radio entgegen und gefällt sich in der Vorreiterrolle. Immer wieder wird kommuniziert - zum Beispiel heute in der SZ - dass damit ja vor allem mehr Sender und somit eine größere Vielfalt möglich wäre. Aber: Gleichzeitig werden freie Frequenzen nicht neu ausgeschrieben. Weder Motor.FM noch Sputnik sollen z.B. die ehemaligen BBC Frequenzen nutzen dürfen.. Hierzu konnte man unter anderem auf dem RADIOEINS Portal lesen Nach dem Bekanntwerden des Rückzugs von BBC und RFI artikulierten Hörer der MDR-Jugendwelle Sputnik ihrerseits die Hoffnung, ihr Programm könnte künftig auch in Sachsen ausgestrahlt werden. Zu diesem Thema berichtete zuletzt der Evangelische Pressedienst im Frühjahr 2005 über eine Stellungnahme der sächsischen Staatskanzlei, man sei hierzu „gesprächsbereit“. Kurz darauf griff die SLM den MDR in scharfer Form an und bezeichnete in einer Pressemitteilung Bestrebungen, Sputnik in Sachsen auf UKW zu verbreiten, als „Ohrfeige gegen private Hörfunkveranstalter“. So, und nun kommen wir wieder zur Aussage der SLM, sie sei in keinster Weise verantwortlich. Die privaten Anbieter möchte ich einmal damit trösten, dass sie ja keine Hörer verlieren würden!!! Ich gehe eher davon aus, dass alle potentiellen SPUTNIK Hörer derzeit GAR KEIN Radio hören... Und warum dann nicht MOTOR.FM? Ist ja schließlich auch ein privater Sender. Also, ich komme nicht mit: Sachsen will mehr Vielfalt, aber bitte erst in 5 Jahren, obwohl es bereits jetzt ginge? Wo steht die Antwort, die mir das plausibel erklärt?

"2 JAHRE NEXT LEVEL" - Sputnik zieht Bilanz

Etwas mehr als zwei Jahre ist es her, als MDR SPUTNIK im Dezember 2006 zur Pressekonferenz in die 13. Etage des MDRHochhauses nach Leipzig einlud und dort einen Programm-Relaunch zum Januar 2007 verkündete. Am vergangenen Donnerstag wurde eine Bilanz des neuen Programms gezogen, welches in Sachsen bisher wahrscheinlich nur Wenigen überhaupt aufgefallen ist, da eben nicht über UKW zu empfangen. Grundsätzlich klingen die Sachen ja erstmal sehr gut.. So heißt es in der Infobroschüre, welche mir heute gleich von mehren Seiten geschickt wurde zum Beispiel: "Aus einem sehr engen Musikkorsett der vergangenen Jahre, das sich kurz vor dem Relaunch auf eine einzige Musikfarbe (Black Music) und knapp 300 Titel in der Rotation reduziert hatte, ist durch den Relaunch von MDR SPUTNIK zum Januar 2007 ein Programm entstanden, das mit rund 1000 Titeln alle Musikgenres der aktuellen Popkultur abbildet. [..] Die Musikplanung erfolgt - ganz ohne externe Berater - handverlesen und in enger Abstimmung mit den anderen redaktionellen Inhalten im Programm." Da dürften JUMP und NRJ weit, weit, weit dahinter liegen, leider gibt es aber vorn dort keine offiziellen Zahlen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Magazin INTRO hat sich nicht nur in meinen Augen bewährt, führt aber eben durchaus dazu, dass man selber eingestehen muss "Zugegeben: Nicht gerade ein leicht verdauliches Programm für die Masse. Eher ein Sender für eine aufgeschlossene, neugierige, clevere Generation." Wie Dinge wie das Nachwuchsförderprogramm einzuschätzen sind, bin ich mir nicht sicher. "Seit Dezember 2007 betreibt SPUTNIK mit den öffentlich-rechtlichen Partnern Fritz vom rbb, sowie YOUFM vom Hessischen Rundfunk eine gemeinsame Internetplattform für neue Musik. Hier wird jungen Bands und Künstlern die Möglichkeit gegeben sich in einem werbefreien und nicht kommerziellen Umfeld mit ihrer Musik zu präsentieren." Ich kenne kaum eine Band, die das wirklich intensiv nutzt. Ich denke, da ist man am Ende besser beraten, gut organisierte Wege zu finden, wie man Bands und deren myspace Profile verlinkt und eventuell darauf aufbauend Votings etc. durchführt, denn meine Erfahrung zeigt: Mehr als zwei Profile kann eine Band nicht mehr selbst pflegen. Aber nun gut, das ist Internet und nicht Radio und darauf legt der MDR auch besonders viel wert, dass SPUTNIK auch Experimentierfeld für neue Medien ist. Gerade im Bereich "Mobile" wird da aktuell sehr vieles ausprobiert. 158.000 Menschen haben sich bisher immerhin die iPhone Applikation via iTunes runtergeladen. Ich teste das in Kürze auch mal auf unserem Agentur-iPhone, wenn ich auch das Multiradio "ALBRECHT DR 315" endlich teste, welche uns die Hersteller freundlicherweise zum Ausprobieren hergeschickt haben.. Ich weiß nicht, ob das Infoblatt hier irgendwo zum Download im Netz rumschwirrt. Sobald dem so ist, wird es hier verlinkt. Wie ist das bei Euch? Habt ihr den Wechsel des SPUTNIK Programms mitbekommen? Was haltet ihr davon? Was kann man besser machen? Was haltet ihr zum Beispiel von den englischsprachigen Nachrichten auf FM4? Ich muss sagen, dass mir gerade das immer besser gefällt und mir gefällt der Gedanke, dass ein Sender in Sachsen vielleicht stündlich wechselnd die wichtigsten Schlagzeilen des Tages auch in russisch und englisch anteastert, um dann auf der Website in diesen Sprachen vertiefter zu berichten. Das könnte durchaus ein guter Weg sein, um mehr Internationalität auszustrahlen und um Web2.0 - Integrationsansätze zu finden. Ist das übertreiben weit weg? Ich weiß es nicht.. Weiter weg als gedacht ist jedenfalls Sachsen-Anhalt. Denn auch wenn SPUTNIK sicher noch verbesserungsfähig ist (wer ist das nicht?), so gehen die Ansätze doch durchaus in die richtige Richtung... Ich versuche jetzt noch einmal rauszufinden, wie die lokalredaktionellen Überlegungen damals aussahen, als der MDR für die Ausstrahlung von SPUTNIK in Sachsen gekämpft hat. Also ob dadurch auch neue Redakteure vor Ort eingestellt worden wären oder nicht.. S

POPMUSIKMARKT SACHSEN laut Kulturwirtschaftsbericht

Aller Anfang ist schwer und so liest sich auch der "erste Kulturwirtschaftsbericht für den Freistaat Sachsen" noch etwas unbeholfen und teilweise arg inhaltsleer. Zumindest in den Bereichen, die uns an dieser Stelle interessieren (Rundfunk und Popmusikmarkt) werden zwar immerhin zum ersten Mal Umsatzzahlen erhoben und als solche gebündelt veröffentlicht, aber dann wird zum Beispiel ein Fazit zum Popmusikmarkt veröffentlicht, bei dem man gar nicht weiß, ob nur die Verwertung von Aufnahmen (Label, Verlage) gemeint ist oder auch die Konzertwirtschaft und auch sonst wird eigentlich nichts gesagt. Dort steht Da der Popmusikmarkt ein junger Markt in der sächsischen Kultur- und Kreativwirtschaft ist, gibt es nur gering institutionalisierte sowie wenig formalisierte Strukturen. Das stimmt schon Mal - Siehe dazu gerne auch "Fachtag zur Förderung von Pop. und Rockmusik in Sachsen" . Darüber hinaus befindet sich der Teilmarkt in einer technologiebedingten Transformationsphase, die ein zielführendes Eingreifen nicht zuletzt aufgrund der Marktdynamiken äußerst schwierig macht. Momentan werden mehrere Vertriebsstrukturen parallel praktiziert, wenngleich keine Sicherheit existiert, welcher Vertreibsweg sich durchsetzen wird. Wenn mit der "technologiebedingten Transformationsphase" der Wandel von CD zu MP3 und von Plattenladen zu Internet gemeint ist, dann befindet sich 1. der gesamte Musikmarkt (nicht nur Pop und nicht nur Sachsen) darin und 2. das schon seit 10 Jahren! Aber OK, musste wohl mal gesagt werden. Eventuell soll dies aber ja auch ein klitzekleiner Hinweis darauf sein, dass der "Vertriebskanal" Radio leider komplett ausfällt? :-) Ok, da interpretiere ich zu viel rein. Trotzdem: Da steht meiner Meinung nach eine schöne Paste&Copy Plattitüde aus jeder X-beliebigen Abhandlung an einer FH zum Thema Musikwirtschaft. Nun gut, weiter im Text: Ebenso schwierig gestaltet sich die auch die Frage des Urheberrechts, wobei vor allem die kleinteilig und hoch spezialisierten Wirtschaftseinheiten aufgrund Ihrer Kapitalstruktur nachteilig aufgestellt sind. WIE IST DENN DAS JETZT BITTE GEMEINT? Haben wir in Sachsen ein eigenes Urhebergesetz neuerdings? Und was hat das Urhebergesetzt mit der Kapitalstruktur zu tun? Also, wenn damit gemeint ist, dass es keine Verlage gibt, die Vorschüsse zahlen können, dann sollte das da eventuell auch so stehen, denn aus diesem Nichtsatz wird nu wirklich keiner schlau. Erst recht keiner, der sowieso schon keine Ahnung hat und genau an die richtet sich der Bericht doch in erster Linie. In meinen Augen sollen sich schließlich auch Handlungsanweisungen ableiten können. Unter anderem an die Damen und Herren der Landesregierung. Und die stehen jetzt bestimmt da und schlußfolgernt: "Ja, oh weh, die Musikwirtschaft braucht mehr Geld, denn das Urheberrecht ist kompliziert" oder wie ist das gemeint? Egal, weiter im Text Da darüber hinaus große Unternehmen in der Branche in Sachsen fehlen, gibt es für die zahlreichen kleinen Unternehmen keine landesweiten Brückenköpfe, über die Marktzugänge erleichtert werden können. Letztlich werden die Schwächen des sächsischen Popmusikmarktes zum einen durch die hohe Fluktuation der Akteure sowie deren prekäre Arbeitsbedingungen bestimmt. Zum anderen sind Absatz- und Vertriebsstrukturen schwach ausgeprägt. Einige Marktteilnehmer haben dieses Manko erkannt und versuchen, neue Vertriebswege zu etablieren. Tja, gerade das mit der Fluktuation (gen Berlin, Hamburg, Köln übrigens und nicht innerhalb Sachsens - schade, dass das nicht erhoben (oder erwähnt) wird, wieviele Kreative Sachsen den Rücken kehren) ist verdammt richtig. Was will ich aber auch als Mensch mit dem Traumberuf "Popmusik" (egal ob als Musiker, Verleger oder Label etc.) in einem Bundesland, wo alleine das Anschalten des Radios nur aufzeigt: "Alles, aber auch alles ist woanders . hier geht nichts, hier passiert nichts, hier werd ich nichts" Sorry für diese etwas abschweifenden Gedanken.... To be continued as usal