DEIN KLEINER BEITRAG FÜR EIN BESSERES RADIO

Der Sommer geht langsam aber sicher ins letzte Drittel und wir planen natürlich bereits die nächsten Schritte, um unseren Forderungen mehr Gehör zu verschaffen! Ein Problem dabei ist leider, dass wir keine finanziellen Mittel (mehr) für unsere Arbeit zur Verfügung haben. Bisher hat der Arbeitskreis aus privater Tasche ca. 500,- Euro in Flyer, T-Shirts, Hosting, Plakate etc. gesteckt und natürlich würden wir gerne weitere Werbemaßnahmen an den Start bringen, wenn das Sommerloch vorbei ist! Ob wir davon eine ganzseitige Anzeige im Spiegel schalten (eine komplett leere, weiße Seite mit dem kleinen Hinweis: "Hier finden sie genauso viel Information wie im Sächsischen Radio" oder eine Todesanzeige für DAB+ im Wochenkurier schalten, ob wir mehr T-Shirts drucken für Bands und DJs..........Das alles unterliegt der Budgeplanung zum 01.09.2009 Wer sich an diesen Kosten beteiligen möchte und weitere Aktionen unterstützen will, der kann das ab sofort ganz einfach tun! 1. per PayPal Demnächst an dieser Stelle mehr 2. In zwei Sekunden per Handy! Sende BISS an die 31000 Ab sofort könnt Ihr Euch unser Radio-Jingle "Trauerspiel" als Klingelton bestellen. Dazu sendet Ihr einfach eine SMS mit dem Text BISS an die 31000. Diese SMS kostet nur 1,99 Euro* und der Reingewinn geht an BISS.FM. Klar, in erster Linie bleibt der geldlose Einsatz aller, Geld ist da nur zweitrangig, aber die eine oder andere schöne Idee kostet eben ein paar Pfenge. Danke Euch allen und einen schönen restlichen Sommer! Bleibt am Ball!!!!! *zzgl. TD1 TPL, incl. 0,12 @ VFD2 Anteil & ggf. Transportkosten beim Download

Politik, Gesetze, Radio....

Wir haben sehr viel gelernt in den letzten Wochen und Monaten und doch bleibt das Thema Rundfunk ein unglaublich undurchsichtiges Stück Medienkultur. Wie sich Politik und MDR gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben lest ihr zum Beispiel hier. So hat z.B. Prof. Dr. Udo Reiter, Intendant des MDR, im Rahmen der 50. Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien erklärt, dass der MDR sich bis dato erfolglos um UKW-Frequenzen für Sputnik in Sachsen bemühe. Dies sei eine Frage, die die Politik entscheiden müsse. Der medienpolitische Sprecher der CDU, Dr. Fritz Hähle, umschifft das Thema Frequenzen bei einer Anfrage dagegen, betont die inhaltliche Unabhängigkeit der Medien von der Politik. Verantwortlich für ein anspruchsvolleres öffentlich-rechtliches Jugendradio in Sachsen sei ausschließlich der MDR. Da steht man dann also und steckt in der Zwickmühle, denn wie nun weiter Verfahren? Den MDR auffordern, sein Programm JUMP zu ändern oder durch SPUTNIK zu ersetzen? Oder die Landes-Regierung auffordern, für die Ausschreibung einer weiteren Jugendradio-Frequenz zu sorgen? Wir haben uns für letzteres entschieden. Grund dafür ist unter anderem das Beispiel der im Jahr 2008 frei gewordenen Frequenzen (BBC/Radio France). Der Witz dabei: Eigentlich hätten diese durch die Sächsische Landesmedienanstalt erneut ausgeschrieben werden müssen (wenn auch nur für private Sendeanstalten). Dies konnte die SLM aber nicht, da laut der sächsischen Rundfunk-Gesetze die Vergabe von UKW Frequenzen für 8 Jahre erfolgt. Dem widersprach die gesetzliche festgeschriebene Ablösung von UKW durch Digitalradio im Jahre 2014. Somit wurden diese Frequenzen an bestehende Sender (RSA und Radio Dresden) vergeben. Dieses festgeschriebene Datum der endgültigen Digitalisierung ist allerdings die reinste Farce. Zunächst hieß es 2010, dann 2014 und seit die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten vor wenigen Tagen die Projektgelder eingestellt hat, äußert sich der Verantwortliche Minister Johannes Beermann auch schon mal salopp, man könne diesen Termin auch ohne Weiteres noch einmal verschieben. Das wäre ja dann mal der absolute Supergau. Denn 1. war es dieses Datum, was verhindert hat, dass ein Sender wie Motor.FM sich um freie Frequenzen in Sachsen bewerben konnte und zweitens wäre spätestens mit dem Digitalradio jede Hürde für den Empfang von Sputnik in Sachsen gefallen, da Digitalradio ja viel mehr Kapazitäten bietet und ich persönlich gerne bereit gewesen wäre, für ein entsprechendes Gerät auch Geld auszugeben. In jedem Fall, so interpretiere ich jetzt mal die Aussage von Herrn Beermann, scheint es nicht sooo schwer zu sein, Gesetze umzuformulieren. Und wenn sich über 3.500 engagierte junge Sachsen für ein anspruchsvolleres Radioprgramm aussprechen, dann lohnt sich das doch, mal über seine GEsetze nachzudenken.. Oder nicht?

TUTZINGER ETHIK APPELL - für ein glaubwürdiges Radio

Hinweisen möchten wir Euch auch auf eine weitere, wichtige Initiative zum Thema Radio! Der TUTZINGER ETHIK APPELL - für ein glaubwürdiges Radio (FAIR RADIO) enthält folgende Forderungen In Radioprogrammen wird heute nicht selten getrickst und betrogen, werden Hörer bei Gewinnspielen an der Nase herumgeführt und in Informationssendungen für dumm verkauft. Wir - kritische Hörfunkjournalistinnen und –journalisten - fordern daher, die Glaubwürdigkeit unseres Mediums wieder zu stärken. Nur ein Radio, das seine Hörer nicht belügt wird als Medium im digitalen Zeitalter bestehen können! Hiermit rufen wir alle Kolleginnen und Kollegen in privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern auf, folgende Leitlinien zu unterstützen und umzusetzen: 1. Recherche muss vor Schnelligkeit gehen. 2. Es wird nichts vorgegaukelt, was nicht tatsächlich so ist (der Reporter, der angeblich vom Ort des Geschehens berichtet, tatsächlich aber im Studio sitzt; der Verkehrsreporter, der vorgibt, aus einem Verkehrsflieger zu berichten) 3. Was nicht wirklich live ist, wird auch nicht als live verkauft. 4. PR-Beiträge gehören in den Werbeblock und nicht ins redaktionelle Programm. 5. Nachrichtensendungen werden nicht vorher aufgezeichnet. 6. Mogeleien bei Gewinnspielen sind tabu. Ein glaubwürdiges Qualitäts-Radio muss wieder unser Ziel sein ! Ein „FAIR RADIO“ sind wir uns und vor allem unseren Hörerinnen und Hörern schuldig ! Teilnehmer der Tagung „Radio Zukunft 2010“, organisiert von der Akademie für politische Bildung, Tutzing, und der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn.