Sputnik: Rätselraten ums Programm - Gastbeitrag von Christian Schubert
Tausend Dank an Christian Schubert für die Zusendung dieses spannenden Beitrags zur aktuellen Diskussion um MDR Sputnik, also dem Sender, dessen Fehlen in Sachsen unsere Aktion ja erst nötig gemacht hat. Wenn ich es richtig lese, dann befürchtet Christian zwischen den Zeilen sogar, dass Sputnik eventuell mittelfristig komplett eingestampft werden könnte. Das wäre natürliuch eine totale Katastrophe und das endgültige Armutszeugnis des MDR! Mit ein wenig mehr Wortanteil wird aus JUMP ja noch lange kein Sender, der irgendwelche Werte kommuniziert oder darstellt oder nur Ansatzweise an z.B. Radio 1 ran kommt. Mit ein wenig mehr Wortanteil würde aus JUMP vieleicht sowas wie N-Joy (NDR) und Nordlichter wissen, das St. Peter Ordning und Mallorca auf dem Äther manchmal noch näher beieinander sind als sowieso schon...
Genug eingeleitet, hier der Beitrag:
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Sputnik: Rätselraten ums Programm
Ein Gastbeitrag von Christian Schubert
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Seit einigen Wochen glauben zumindest einige Sputnik-Hörer, ihr Programm tagsüber nicht wiedererkennen zu können: die Musikfarbe habe sich verändert, hin zu dem, was man vom privaten Popfunk kennt. Es gäbe außerdem mehr Wiederholungen - eben genau dieser Mainstream-Nummern. Ende Juli gingen die ersten Hörer an die Öffentlichkeit, zwecks Reality- Check ihrer Wahrnehmungen - sie lösten weitere Wortmeldungen aus.
Inzwischen scheinen weitere Fakten geschaffen worden zu sein.
Hörer berichten, die Sendung "360°" am Sonnabend wäre eingestellt worden. Zumindest in der Programmübersicht taucht sie tatsächlich nicht mehr auf. "360°" war eine Sendung mit hohem Wortanteil, in der unter anderem Korrespondentenberichte aus dem Ausland gesendet wurden, gerne zu bestimmten thematischen Schwerpunkten.
Weiterhin wurde von einem Hörer berichtet, daß die English News entfallen wären. Sprecherin Kira findet man nicht mehr auf der Onlineplattform mysputnik.de, auf sputnik.de sind aber sowohl die Sprecher als auch die English News noch verzeichnet.
Sputnik selbst schweigt bislang zu allen Vorgängen, nur eine Rechtfertigung der hohen Musikrotation gab es - und die hätte auch vom Privatfunk stammen können. Sie liest sich wie das, was üblicherweise von Beratern diktierte Programme absondern, wenn sie denn mal etwas absondern.
Parallel - und dadurch wird die ganze Sache pikant - wurde berichtet, Jump wäre inhaltlich aufgebohrt worden. Gibt es da etwa Zusammenhänge?

